Skip to content

Beauty-Retusche light

Beauty-Retusche light

Einfache Techniken zum Aufhübschen in Gimp

Zugegeben, natürliche Schönheit kommt von innen. Aber etwas nachhelfen ist auch erlaubt, besonders dann, wenn es eine schöne, vielleicht auch schmeichelnde Fotografie werden soll. Nicht jeder ist immer in Topform und wenn Müdigkeit und Augenringe mit einem Fototermin zusammenfallen, muss man schon etwas retuschieren. Dieser Beitrag zeigt, wie eine gemäßigte Beauty-Retusche ausschauen kann.

Jeder kennt die Schönheiten aus Fernsehen und von Plakatwänden. Makellose Schönheit gepaart mit ewiger Jugend, das geht nicht auf. Offensichtlich ist, dass bei so etwas nachgeholfen wurde, wie es das schon in der Malerei gab und gibt. Eine idealisierte Darstellung wird auch heute noch von denjenigen schon fast verachtet, die an einer realistischen Wiedergabe interessiert sind. In der Fotografie heißen die beiden Lager künstlerische und reine oder sachliche Fotografie. Wo sich Fachleute streiten, liegt für die meisten die Wahrheit in der Mitte. Ein wenig der Schönheit nachhelfen, das ist schon in Ordnung. Genau das wollen wir jetzt tun. Denn es hat wenig Sinn, einem Menschen mit einem stark verfremdeten Bild dessen Abweichung vom Schönheitsideal drastisch vor Augen zu führen. Beim Fotografieren eines solchen Bildes sollte man sich schon etwas Mühe geben. Mit einem eingebauten Blitz bekommt man bei frontalem Licht eine unnatürliche Ausleuchtung, oft mit roten Augen. Das ist nicht gut, lieber die Kamera auf ein Stativ schrauben und somit auf den Miniblitz verzichten. Mit einem größeren Exemplar ist noch indirektes Blitzen möglich, also gegen die Decke, sofern sie hoffentlich weiß ist. Sonst reflektiert deren Farbe auf unserem Fotomodell. Unsere Beispielbilder sind so entstanden, wie sie jeder nachstellen kann: In der Küche und auf der Couch im Wohnzimmer. Sie sollten beim Fotografieren auf das Wesentliche achten und alles andere strengstens eliminieren. Also weg mit den Bildern an der Wand, mit Blumen, mit Möbeln, was auch immer stört und ablenkt, hinweg damit. In unserem Fall reicht die Person mit der Couch, mit Tisch und Fenster. Dann braucht man nur noch mit dem Fotoapparat nahe herangehen, schon ist alles Störende ausgeblendet. Das ist die Grundvoraussetzung für ein ansprechendes Portrait, bei dem man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann und nicht erst Nachlässigkeiten beim Bildaufbau korrigieren muss. Nicht jeder hat ja ein Studio Zuhause.


Die Original-Aufnahme ist etwas zu dunkel und hat einen Rotstich.

Bei unserer Originalaufnahme legen wir zuerst … genau, wie immer eine Sicherungskopie an. Praktisch ist obendrein immer auch eine neue Ebene, die Sie in Gimp mit Ebene duplizieren im Ebenenmenü erhalten. Die Änderungen in Gimp sind immer noch destruktiv, Pixel verändern sich also tatsächlich, so dass die ursprüngliche Bildinformation nach dem Schließen der Datei unwiederbringlich verloren ist. Um das abzumildern, werden wir, wo es geht, Ebenenmasken verwenden und der Arbeitskopie die Endung xcf geben, damit im Gimp-eigenen Format auch nach dem Schließen wenigstens ein Teil, nämlich die Ebenen und Kanäle erhalten bleiben.

Neutral in der Farbe

Zuerst beseitigen wir den Rotstich im Beispielbild und heben das Gesicht schon einmal auf eine Grundhelligkeit an. Das Histogramm offenbart, dass bei Helligkeitswert 225 von insgesamt 255 möglichen Stufen Schluss ist, und die Pipette zeigt im weißen Stoff einen Anteil von 85 Prozent für Rot. Das sollte dann für eine neutrale Farbgebung in etwa gleich mit Grün und Blau sein. Widmen wir uns deshalb zuerst der Farbe. Ein passendes Werkzeug dafür heißt Werte im Menü Farben. Ein Klick aufAutomatisch gibt einen Hinweis darauf, was das Programm für ausgewogen hält. Die hellste Fläche wird weiß, alles andere richtet sich farblich darauf aus. Das kann, muss aber nicht immer passen, bei unserem Bild passt es. Sollte das Weiß bei dieser Aktion zu hell ausfallen, nimmt man die mittlere Pipette für ein Grau und wählt anschließend Diese Einstellungen als Kurven bearbeiten. Das ist dann auch der direkte Weg zu Farben/Kurven. Beachten Sie in der Funktion Werte, dass Sie stetsZurücksetzen vor ein neues Probieren wählen, weil der neue Wert auf dem bestehenden und nicht auf dem Originalbild aufbaut. Da kommt nichts Gescheites dabei heraus. Genauso funktioniert übrigens auch Bild/Automatisch/Weißabgleich. Was fällt noch auf? Die Helligkeit. Während das Drumherum in Ordnung ist, befindet sich in den Haaren links kaum sichtbare Zeichnung. Stellenweise heller soll es dort werden. Dafür legen wir wieder eine neue Ebene an. Klicken Sie auf die aktuelle Ebene im ReiterEbenen mit der rechten Maustaste, und wählen Sie dann Ebene duplizieren. Klicken Sie doppelt in den Namen Hintergrund, und vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen, wie Farbe oder Aufhellen. Dann weiß man auch später immer, was dort geschehen soll.

Hell soll es werden

Nun hellen wir die dunkelste Stelle im Bild auf. Beispielsweise so weit, bis in den Haaren ausreichend Zeichnung zum Vorschein kommt. Anderes wird dadurch zu hell, aber da schauen wir jetzt weg, das interessiert nicht. Aufhellen geht sehr gut mit der Kurve im Menü Farben. Damit lassen sich helle und dunkle Bildbereiche getrennt verändern. In unserem Bild bemühen wir auch die Schatten auf der linken Seite und fragen uns bei dieser Gelegenheit, wie groß das Kurvenfenster in Gimp denn noch werden soll. Es verdeckt unnötigerweise einen Großteil des Bildes, das muss wirklich nicht sein. Zur besseren Orientierung in den Helligkeitswerten kann man einfach ins Bild klicken, der Cursor wird zur Pipette, und eine senkrechte Linie im Histogramm der Kurve zeigt an, wo man sich von den Helligkeitswerten her befindet und gibt auch die Tonwertdichte preis. Soll dieses Bild später einmal mit allen Nuancen gedruckt werden, muss der Kontrast fürs Papier im Gegensatz zur Bildschirmausgabe weiter reduziert werden. In der Regel erscheinen auf dem Papier Tonwertdichten unterhalb 20 als reines Schwarz und über 240 als reines Weiß. Versuche mit der eigenen Drucker/Papierkombination ergeben verlässlichere Zahlen.


Mit der Gradationskurve und Pipette die Schatten steuern.

Um mit der Kurve die dunklen Haare deutlich aufzuhellen, schießen wir in den Lichtern zwangsläufig übers Ziel hinaus, wie ein Blick in den hellen Stoff zeigt. Das nehmen wir in Kauf und legen für die aktuelle Ebene eine Ebenenmaske mit Ebenenmaske hinzufügen im Ebenenmenü an, und zwar mitSchwarz (volle Transparenz). Das bedeutet, dass die untere Ebene wegen der Durchlässigkeit der Maske vollkommen durchscheinen kann. Nun malen wir auf dieser Maske, die nichts anderes als ein darüber gelegtes Graustufenbild ist, mit einem weichen Pinsel und unterschiedlicher Deckkraft denjenigen Bereich zu, wo nichts von unten durchdringen soll. Der standardmäßig größte Pinsel mit weichem Rand, genannt Circle Fuzzy (19) hat 19 Pixel Durchmesser, die zwar skaliert werden können, aber selbst das ist so gut wie immer zu wenig. Verzehnfachen Sie besser den Radius eines neuen, kopierten Pinsels, den Sie erstellen. Das geht so: Holen Sie sich den Reiter Pinseleditor in den unteren Teil des Werkzeugkastens mit Klick auf das kleine linkszeigende Dreieck: Reiter hinzufügen/Pinsel. Nun fehlt zum bequemen Arbeiten eigentlich nur noch ein Tastenkürzel, mit dem man die Pinselgröße verändern kann. Wollen Sie photoshopkompatibel bleiben, öffnen SieBearbeiten/Tastenkombinationen, suchen dort Werkzeuge und Decrease Brush Scale More und weisen dem Eintrag den Buchstaben ö zu. Der Vergrößerung hingegen Increase Brush Scale More, das Doppelkreuz #. Nun können Sie ganz bequem die Pinselspitze mit zwei Fingern ändern, ohne ständig das Menü benutzen zu müssen. Damit, und mit einer weißen Vordergrundfarbe, malen Sie den Bereich frei, der heller werden soll. Haben Sie sich vermalt? Kein Problem, mit Schwarz wird die Maske wieder geschlossen. Soll es nur ein wenig und nicht gleich so viel sein? Auch kein Problem, reduzieren Sie die Deckkraft des Pinsels, oder machen Sie aus Schwarz und Weiß ein Grau, mit dem Sie auf die Maske malen. Zwischen Vorder- und Hintergrundfarbe wechseln Sie mit x für exchange, die Standardfarben stellen Sie mit d für Default her. Die Farbpalette in Vordergrundfarbe ändern bietet im letzten Reiter bereits abgestimmte Grautöne für die Pinsel.


Pinsel erstellen durch Kopieren leicht gemacht.

Oder so: Fotografie heißt übersetzt mit Licht malen. Dem kommen Sie mit dieser Technik nahe. Färben Sie die Maske mit dem Farbeimer, auch Füllwerkzeug genannt, grau mit dem Wert 127 für alle drei Kanäle. Ganze Auswahl füllen muss aktiviert sein. Nun haben Sie Ihre hellere Ebene zu 50 Prozent angewandt, da 127 die Hälfte der verfügbaren 256 Graustufen ist. In der Vordergrundfarbe wird nun mit dem Pinsel alles, was über dem Wert 127 liegt, heller, malen Sie mit dunkleren Farben, wird es dunkler. Das Beste ist aber: diese Maske bleibt bestehen, Sie können das also jederzeit wieder ändern, selbst nach dem Speichern – solange Sie nichts Neues darüber legen. Damit ist es möglich, Details zu betonen, ohne Schatten schwarz werden und helle Muster ausfressen zu lassen.


Die Farbpalette macht es einfach, die Durchlässigkeit der Ebenenmaske an bestimmten Stellen zu ändern.

Nun sehen wir das Bild in seiner optimalen Helligkeit, aber auch alle Unzulänglichkeiten treten deutlich zu Tage. Deshalb ist es nun an der Zeit, sich mit der Haut zu befassen. Die Arbeit daran beginnt wieder mit einer neuen Ebene, denn auf die bestehende können wir nicht malen, weil das sichtbare Bild wegen der Maske auch aus dem darunter liegenden besteht. Also: Ebenenmenü/Neu aus Sichtbarem. Für eine genaue Beurteilung wählen wir eine Eins-zu-Eins-Ansicht. Ein Pixel im Bild ist damit ein Pixel auf dem Bildschirm. Dafür können wir die Ziffer 1 drücken oder eine Ansicht von 100 Prozent wählen, was dasselbe ist. Nun arbeiten wir das Bild von links oben bis rechts unten ab. In unserem Beispiel haben wir eine Auffälligkeit rot eingekreist, hier müssen wir handeln.


Mit dem Kopierstempel und dem Heilungswerkzeug kommen wir Unregelmäßigkeiten der Haut bei.

Das Werkzeug der Wahl heißt nun Heilen. Man könnte auch Stempeln oder Klonen nehmen, das ist im Prinzip dasselbe. Wir suchen dafür nun eine möglichst ähnliche Stelle in der Haut, teilen das der Funktion mit Halten der Steuerungstaste und einem Klick mit, dann lassen wir die Taste los und klicken in die auszubessernde Stelle. Dank eines weichen Pinsels ist das Malheur schnell beseitigt. Der Heilungs-Pinsel hat noch eine zusätzliche Fähigkeit gegenüber dem Klonen, er gleicht die Helligkeit an. Sonst müsste man noch viel genauer nach einem möglichst ähnlichen Helligkeitsbereich in der Umgebung der auszubessernden Stelle suchen. Manchmal hilft es auch, mit verringerter Deckkraft zu arbeiten. Nun folgt immer dasselbe Spiel: Makel suchen, möglichst ähnliche Stelle im Bild finden und damit übermalen. Bedenken Sie, dass bei einer zu weichen Pinselspitze Details an deren Rändern verloren gehen, das wird ziemlich weich, die Struktur der Haut verschwindet. Lieber also eine härtere Spitze nehmen. Heilen verleitet wegen der automatischen Helligkeitsangleichung schon fast dazu, die Quelle nicht anzupassen. Das sollte man aber schon tun, es hebt die Qualität.


Eine harte Pinselspitze erhält die Struktur der Haut.

Die Unregelmäßigkeiten der Haut sind beseitigt, jetzt wird geschmeichelt. Beginnen wir bei den Falten. Die hat so gut wie jeder, auffallen tun sie aber erst deutlich durch eine harte Beleuchtung, die sie mit einem großen Unterschied zwischen Hell und Dunkel sichtbar macht. Also reduzieren wir an dieser Stelle einfach den Kontrast, lindern die dunklen Stellen, was gut mit Abwedeln geht. Der Begriff kommt aus der Dunkelkammer; damit hält man Licht zurück, das ursprünglich das Fotopapier dunkler werden ließ. Wir greifen wieder zu einer weichen Spitze, damit der Unterschied zwischen bearbeitet und nicht weniger auffällt. Betrachten wir also die umliegende Haut, machen die dunklen Partien den Kontrast aus. Demnach widmen wir uns den Schatten in den Werkzeugeinstellungen. Als Wert in der Belichtung beginnen wir mit zehn bis 20 Prozent. Im Journal vergleichen wir ständig Vorher mit Nachher und kontrollieren, ob das Ergebnis stimmig ist.


Mit Abwedeln den Kontrast in den Hautfalten mindern.

Grundsätzlich geht so etwas selten schnell, gute Arbeit braucht aber Zeit, die oft für Feinarbeiten draufgeht, wie für eine Falte am Hals unseres Modells. Die sollte man aber nicht komplett eliminieren, abmildern genügt, es schaut natürlicher aus. Das geschieht in unserem Bild mit einer Kombination ausAbwedeln und Klonen bei einem Drittel der Deckkraft.


Abmildern ist besser als völlig eliminieren. Sonst wirkt es künstlich.

Ist das geschafft, ist der richtige Zeitpunkt für einen Weichzeichner gekommen. Der Fotograf David Hamilton hat den exzessiven Gebrauch dieses Hilfsmittels salonfähig gemacht. Seine Models verschwimmen schon fast in pastellartigen Farben und regen, das ist das Positive dabei, die Phantasie an. Auf analogem Weg erzielt man diesen Effekt bereits mit einer leichten Schicht Vaseline auf einem UV-Filter, der vor das Objektiv geschraubt wird. Es gibt auch extra Vorsätze, manche schwören auf einen Nylonstrumpf vor der Linse. Die Königsklasse heißt aber Imagon, ein exzellentes Objektiv von Rodenstock, das leider nicht mehr gebaut wird. Der besondere Effekt besteht dabei aus einer Überlagerung eines scharfen mit einem unscharfen Bild. Das tut unser Filter hingegen nicht, das könnte aber in etwa mit Ebenen und einer Maske nachgebaut werden.

Zarte Haut

Die Weichzeichnung bewirkt im besten Fall eine samtene Haut, um die Poren nicht zu stark sichtbar werden zu lassen. Dafür erstellen wir abermals eine neue Ebene, sicherheitshalber Neu aus Sichtbaremund nennen sie Weichzeichner. Wir bemühen für unsere Arbeit den bewährten Gaußscher Weichzeichner. In der Voreinstellung erstreckt sich der Wirkungsradius auf fünf Pixel, nehmen Sie lieber etwas mehr als zu wenig. Welche Weichzeichenmethode Sie verwenden, IRR oder RLE, hat auf das Ergebnis keinen Einfluss, nur auf die Zeit. Run Length Encoding (RLE) ist bei weniger Farben im Bild schneller, Infinite Impulse Response (IIR) bei mehr Farben. Vier Pixel Radius passen in unserem Beispiel, mit dem Ergebnis sind wir jetzt noch nicht ganz zufrieden, denn Haare und alles andere ist auch unscharf. Eine Ebenenmaske muss also her, wieder mit Schwarz, der vollen Transparenz, damit das Untere, das Scharfe durchscheint. Jetzt tragen wir mit einem weißen Pinsel die Unschärfe dort auf, wo sie hin soll. Für eine noch zartere Wirkung wählen wir den Ebenenmodus Nur Aufhellen. Das geht so: Den Pinsel möglichst groß mit 100 Prozent Deckkraft benutzen, auch ruhig mal beim Malen übers Ziel hinausschießen, denn sonst wird man ja bei der ewigen Pinselverstellerei nie fertig. Man kann ja dank Ebenenmaske wieder zumalen. Versuchen Sie, die Haare, die Augen und den Mund weitgehend freizulassen. Manchmal ist es einfacher, mit dem Lasso alles auszuwählen und die weiße Farbe mit dem Eimer, dem Füllwerkzeug, hineinzukippen. Dann wird die Pinselgröße reduziert und mit Schwarz wieder die darunterliegende Schärfe hervorgeholt. Reduzierte Deckkraft trägt in Grenzbereichen weniger Weichheit auf. Manchmal hilft es auch, sich die Ebenenmaske anzeigen zu lassen, zu finden im Ebenenmenü.


Die Ebenenmaske sichtbar gemacht.

Scharf sollen werden: Die Augen, Augenbrauen, die Mundwinkel und etwas die Lippen, bei den Haaren reicht es oft, sie strähnenweise nachzufahren, Schmuck wirkt schöner, wenn er scharf ist und glänzt.

Das sieht soweit schon ganz gut aus, nun folgt die Feinarbeit. Zuerst einmal verstärken wir das Weiße im Auge. Also wieder eine Ebene Neu aus Sichtbarem. Als Werkzeug ist dafür Abwedeln geeignet, und zwar in den Glanzlichtern. Ein ständiger Vergleich zwischen Vorher und Nachher hilft, dass es nicht unnatürlich ausschaut. Rote Äderchen bekommt man mit Farbton/Sättigung weg. Vorher den weißen Augapfel mit dem Zauberstab auswählen, das Feine mit der Schnellmaske, dann über nur wenige Pixel, hier sind es zwei, ausblenden und mit vielleicht -50 etwas entsättigen. Außerdem die Helligkeit anheben, plus 10 ergab ein gutes Bild, jeweils immer mit Häkchen an der Vorschau an und aus. Genauso verfährt man übrigens mit den Zähnen, sollten sie zu sehr vom Weiß abweichen. Mit der Schnellmaske perfektionieren wir die Maske in den Übergangsbereichen.


Mit der Schnellmaske trägt man roten Schutzlack dort auf, wo nichts geschehen soll.

Nun können wir die Farbe der Lippen auf die bisher bewährte Weise verstärken: Neue Ebene, Freihandauswahl um die Lippen, dann Farbton/Helligkeit/Sättigung anpassen. Die Sättigung mit 20 Prozent verstärken genügt. Fürs komplette Umfärben stünde der Farbton zur Verfügung.

Ob man jetzt noch eine Vignette als Rahmen verwendet, ist Geschmackssache. So geht‘s: Elliptische Auswahl, Auswahl/Invertieren, Ebenenmenü/Ebenenmaske hinzufügen aus der Auswahl. Im Ebenenstapel ins Bild klicken, Auswahl aufheben und jetzt mit der Kurve den Rand aufhellen, auf die Maske klicken und den Übergang mit einem weichen Pinsel verfeinern. Umgekehrterweise den Rand Abdunkeln ist reine Geschmackssache.




Vorher und Nachher mit Blick auf die Ebenen.


Das war's. Es ist zwar einige Arbeit, dafür ist der Unterschied schon beachtlich. Viel Spaß mit der Beauty-Retusche!

Aktuelle Schlagzeilen: » Artikelübersicht
Karlheinz Günster
2012-11-04
cronjob