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Pfaffing Pumpenhäuschen

Pfaffing – Eine Toilette wäre vielleicht auch einmal ganz recht, könnte man denken, wenn man von Pfaffing nach Übermoos durch den Wald geht. Aber hinter diesen Türen am linken Wegrand verbirgt sich kein stilles Örtchen, auch wenn es so aussehen mag, sondern ein stillgelegtes Pumpenhäuschen.

Häuschen mit zwei Türen an idyllischer Waldrandlage.
Häuschen mit zwei Türen an idyllischer Waldrandlage.

Hinter den Türen geht es nicht für Männlein und Weiblein getrennt weiter, sondern eher technisch, genauer wassertechnisch. Schnell abgehakt ist die rechte Tür mit einem kleinen Lagerraum dahinter. Der frühere Wasserwart Gottfried Lechner hat darin Rohrabschnitte aus dem gesamten Gemeindegebiet aufbewahrt. Hier könnte man nachschauen, auf welche Art von Rohre man einmal beim Aufgraben treffen sollte. Die linke Tür ist schon interessanter. Spinnweben weisen darauf hin, dass sie schon länger keiner mehr geöffnet hat. Das Licht bleibt dunkel, der Strom ist abgestellt. Hier ist nichts mehr in Betrieb. Bis etwa 1996 war das ganz anders. Da brummte zumindest eine der beiden Pumpen und förderte Trinkwasser aus dem 100 Meter entfernten Brunnen mit bis zu fünf Litern in der Sekunde nach oben und weiter ins Pfaffinger Trinkwassernetz. Eine große Schaltuhr sorgte für geregelte Zeiten, ein äußerst robustes Wählscheibentelefon garantierte die Verbindung ins Rathaus. Strom war nicht unbedingt erforderlich, in der Not trieb ein Dieselmotor eine Pumpe an.

Die rechte Tür führt in eine Abstellkammer.
Die rechte Tür führt in eine Abstellkammer.

Mit der Zeit stand aber der Aufwand für das Schutzgebiet zu diesem Brunnen I in keinem wirtschaftlichen Verhältnis mehr. Andere Brunnen mit den Bezeichnungen II, III und V liefern bis zu fünfmal so viel. Ein Verbund mit Wasserburg bringt im Jahr noch einmal 200 000 Kubikmeter Trinkwasser ins Netz und darüber hinaus Versorgungssicherheit für Steinhöring, das ebenfalls angeschlossen ist.

Hier wird nichts mehr
gebraucht.
Hier wird nichts mehr gebraucht.

Der etwa 100 Meter entfernte Brunnen ist stillgelegt und mittlerweile zugewachsen. Das 1600 Quadratmeter große Schutzgebiet ist die Ausgleichsfläche für das neue Feuerwehrhaus geworden. Den Zaun wollte man zur Freude der kleineren Tiere nicht abbauen. Die haben hier ihre Ruhe.

Steuerung der Pumpen.
Steuerung der Pumpen.

Vor ein paar Jahren ist erst einmal das Dach des Pumpenhäuschens repariert worden, weiß Verwaltungsleiter Christian Thomas.

Bewährte
Telefon-Technik.
Bewährte Telefon-Technik.

Pläne für eine neue Verwendung gibt es aber bisher keine.

Der zugewachsene
Brunnenkopf des dazugehörigen Brunnens.
Der zugewachsene Brunnenkopf des dazugehörigen Brunnens.


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