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Wasserburg Badria

Diese Tür an der Eingangstreppe führt zur Technik.
Diese Tür an der Eingangstreppe führt zur Technik.

 

Wasserburg – 200 000 Badegäste des Badria gehen jährlich bei der Treppe zwangsläufig an dieser Tür vorbei, die wenigsten dürften eine große Notiz von ihr nehmen. Sie ist der Übergang in die technische Welt des Badria. Sobald Betriebsleiter Günter Rödel aufgeschlossen hat, ist das Lichtniveau im Gegensatz zum Publikumsbereich deutlich reduziert, die Motoren der Pumpen bestimmen die Geräuschkulisse, für das Kindergeschrei muss man schon genau hinhören. Nur eines ist auf dieser Seite des Badria ziemlich gleich: Die Wärme.

Christian Kropf vor einem mit Sand gefüllten Wasserfilter.
Christian Kropf vor einem mit Sand gefüllten Wasserfilter.



„Manchmal ist es bei der Arbeit etwas zu warm“, findet dann auch Christian Kropf, der sich als „Fachangestellter für Bäderbetriebe“ um die Technik kümmert. Rohre, Leitungen, Pumpen und noch einmal Rohre  erwarten einen in diesem sehr großen Bereich des Badria. Über Stege, dann hinauf und wieder abwärts fragt man sich ständig, unter oder neben welchem Becken man gerade geht. Vor allem beeindruckt das große Becken in Anbetracht dessen, dass sich auf der anderen Seite dieser Wand 350 000 Liter Wasser samt Badegäste befinden.

 

Pumpen für die unterschiedlichen Wasserkreisläufe
Pumpen für die unterschiedlichen Wasserkreisläufe



Im Gegensatz zur fast unüberschaubaren Anzahl von Leitungen und Rohren ist das Funktionsprinzip schon beinahe einfach: Das Wasser fließt aus den verschiedenen Becken in sogenannte Schwallwasserbehälter. Das ist ein Ausgleich für mehr oder weniger Badegäste und deren Wasserverdrängung im Becken. Nächste Station ist ein großer Sandfilter. Einer davon hat 16 Kubikmeter Inhalt, obendrauf liegt Aktivkohle. Die Behälter dieser Sandfilter sind sehr groß, so groß, dass der Gedanke aufkommt, wie die dort überhaupt hineingekommen sind. Sie sind für eine ausgiebige Lebensdauer ausgelegt, denn in einem Stück dürften sie das Gebäude mangels passender Öffnung nicht mehr verlassen. Verbrauchtes Chlor wird dem Wasser auf seinem Weg entzogen, neues hinzugefügt, wobei eine Bestrahlung mit ultraviolettem Licht kurz vor dem Wiedereintritt ins Schwimmbecken den Chloreinsatz erheblich reduziert. Der Großteil des Wasser fließt somit angenehm temperiert wieder zurück, ein Rest gelangt in den Kanal. Zuvor nimmt ein Wärmetauscher diesem Abwasser die Wärme weg, erklärt der Betriebsleiter.

 

Eine Herausforderung ist es, hier den Überblick zu bewahren.
Eine Herausforderung ist es, hier den Überblick zu bewahren.

 

Bis zu 20 Kubikmeter Frischwasser verbraucht das Badria täglich. Sieben geschlossene Kreisläufe für die unterschiedlichen Becken, Außenbecken und Rutschen gibt es, zusammengerechnet sind das 2600 Quadratmeter Wasserfläche.

Gleich dahinter liegen 350 000 Liter Wasser des
großen Schwimmbeckens.
Gleich dahinter liegen 350 000 Liter Wasser des großen Schwimmbeckens.

 

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